| Notizen |
- Der ledige Jan ter Haseborg (+1808) nimmt seinen Neffen Jan Mennes (Sohn seines Bruders Menno) in sein Testament auf. So wie ich es verstehe, als seinen Haupterben.
- Durch seine Ehe mit Heika Stheeman, Tochter des Gründers der "tiggelwaark" (1802) am Termunterzijldiep war Jan ter Haseborg ab 1836 Besitzer der Ziegelei in Scheemda und besaß auch einen Kalkofen am Winschoterdiep, der Ende des 19. Jahrhundert geschlossen wurde. Im Jahr 1899 verkauften die Erben die Ziegelei.
- "Nijverheid bestond er in de vorm ... was en een kalkbranderij die in 1699 in het bezit was van de Scheemder koopman en kerkvoogd Steven Jans. Het bedrijf was uitgerust met één kalkoven en was gevestigd aan de huidige Esbörgstraat. De plaats van de branderij was bewust aan het Winschoterdiep gekozen, omdat de aanvoer van schelpen en de afvoer van kalk grotendeels per schip geschiedde. Bovendien had men de beschikking over een grote hoeveelheid schoon zoet water. In 1847 bestond het bedrijf nog en was het eigendom van de familie Ter Haseborg. Vermoedelijk is de kalkbranderij omstreeks de eeuwwisseling in onbruik geraakt en afgebroken.
Ook eigendom van de familie Ter Haseborg was de steenfabriek op de Scheemderzwaag, die in 1802 werd gebouwd. De eerste jaren waren voor het bedrijf zeer moeilijk wegens verminderde bouwactiviteiten door de roerige Franse tijd. Toch wist de pan- en steenbakkerij zich te handhaven en ging men in latere jaren over tot de vervaardiging van draineerbuizen voor de landbouw." (http://dorpsbelangenscheemda.nl)
Die Industrie bestand in Form ..... einer Kalkmühle, die 1699 dem Scheemder Kaufmann und Kirchenwächter Steven Jans gehörte. Das Unternehmen war mit einem Kalkofen ausgestattet und befand sich an der heutigen Esbörgstraat. Der Standort der Brennerei wurde bewusst auf dem Winschoterdiep gewählt, da die Lieferung von Muscheln und die Entfernung von Kalk größtenteils per Schiff erfolgte. Außerdem stand eine große Menge sauberes Frischwasser zur Verfügung. Im Jahr 1847 existierte das Unternehmen noch und gehörte der Familie Ter Haseborg. Die Kalkrösterei wurde wahrscheinlich um die Jahrhundertwende stillgelegt und abgerissen.
Ebenfalls im Besitz der Familie Ter Haseborg befand sich die 1802 erbaute Ziegelei am Scheemderzwaag. Die ersten Jahre waren für das Unternehmen aufgrund der reduzierten Bautätigkeit aufgrund der turbulenten französischen Zeit sehr schwierig. Dennoch konnten die Pfannen- und Ziegelei ihre Position behaupten und in späteren Jahren Entwässerungsrohre für die Landwirtschaft herstellen.
- 9.11.1814 Convolut Erbteilung Ter Hazeborg hier: Kaufvertrag
Verkäufer die 5 Kinder und Erben der weiland Gepke Goeman Wwe. des weiland Menno Ter Hazeborg zu Weener
Käufer Kfm. Lazarus Cosse zu Weener
Objekt Haus und Grund in Weener
Kaufpreis 1700 Gl.holl.
(15 Protokolle) Notariatsakten des Notars Johann Anton Kirchhoff zu Weener (Nr. 202-219)
- Nach Heikas Tod (1821) heiratete Jan ter Haseborg die 22 Jahre jüngere Sophia Pelinck. Sie wohnten auf dem Gelände in der Torenstraat, wo 1904 die markante Villa der Familie Ter Haseborg gebaut wurde.
- Jan Mennes war von 1813 bis 1816 Bürgermeister von Scheemda unter Louis Napoleon Bonapate.
- 22.12.1823 Kaufvertrag
Verkäufer Ldw. Hinderikus Krull mit Ehefrau Fentje ter Hazeborg zu Kirchborgum
Käufer Kfm. Jan ter Hazeborg zu Scheemda Objekt 5 Diemath Grünland in Weener
Kaufpreis 1400 Gl.holl.
- 30. 3.1838 Quittung: Eheleute Jan ter Haseborg und Sophia Pelinck zu Scheemda quittieren die Rückzahlung 1525 Gl.holl. durch Hinrich Krull und Fentje ter Haseborg zu Kirchborgum.
Notariatsakten des Notars Theodor Wilhelm Cramer zu Weener (Bd. 21a, Nr. 2604-2735)
- 1808–1845. Jan ter Haseborg, Heika Stheeman und Sophia Pelinck, Kaufmann und Ziegelfabrikant
Bereits vor dem Tod des unverheirateten Kaufmanns trat ein weiterer Cousin aus Weener als Geschäftspartner in das Geschäft in der Torenstraat ein. Es handelte sich um Jan ter Haseborg, den Sohn seines Bruders Menne Jan, der mit Gepke Goeman verheiratet war. Er wurde am 13. Juni 1779 geboren und kam mit Anfang zwanzig als unverheirateter Geschäftsmann nach Scheemda. Bald lernte er jedoch die junge Heika Stheeman kennen, Tochter des wohlhabenden Geschäftsmanns Albert Egges Stheeman, der 1802 in Scheemderzwaag eine Ziegelei gegründet hatte. Sie heirateten am 5. November 1807.
Nach dem Tod seines Onkels im Jahr 1808 übernahm Jan ter Haseborg das Tuch- und Holzgeschäft sowie den Kalkofen am Winschoterdiep-Kanal. Der Familientradition zufolge befand sich das Geschäft des Tuchhändlers damals in einem Gebäude in der Esbörgstraat, dem Laden von Martha und Egbert Blaauw. Dies ist durchaus möglich, da das Haus, 1774 von Sijpko Stheeman erbaut, bereits im Besitz von Heikas Familie war. Die Überlieferung besagt weiter, dass der Tuchhändler einmal jährlich mit der Postkutsche nach Amsterdam reiste, um einzukaufen. Dabei trug er eine beträchtliche Menge Bargeld auf der langen und gefahrvollen Reise durch Drenthe, über Amersfoort und durch die Veluwe. Am Sonntag vor seiner Abreise wurde in der Kirche von Scheemda für eine gute Reise und eine sichere Rückkehr gebetet. Über das Haus in der Torenstraat ist zu jener Zeit wenig bekannt. Die Familie erwähnt ein großes Haus mit einem ungewöhnlich breiten Flur, bei dem es sich möglicherweise um den Laden handelte. Während der Befreiung von den Franzosen im Dezember 1813, so die Legende, ritten die unzivilisierten Kosaken mit ihren kleinen Pferden in den Flur und aßen das Fleisch, das in der Küche hing. Übrigens trieb Ter Haseborg später gute Geschäfte mit den Kosaken und lieferte ihnen Stoffe.
Harm Hesse, der 1811 unter französischer Herrschaft zum Bürgermeister ernannt worden war, trat 1813 im Zuge des Machtwechsels zurück, und der Kaufmann Jan ter Haseborg folgte ihm als "schout" nach. Offenbar gefiel ihm das Amt jedoch nicht, denn am 30. Juli 1816 bat er den Kommissar des Bezirks Winschoten, Herrn J.R. Modderman, dringend um seinen Rücktritt. Kaufmann Ter Haseborg war anschließend in verschiedenen Bereichen tätig. Nach dem Tod seines Schwiegervaters führten zunächst die Erben der Familie Stheeman die Ziegelei, die dann aber in den Besitz von Jan ter Haseborg überging. Die Ziegelei blieb bis 1899 im Familienbesitz. Fast zeitgleich mit der Übernahme der Fabrik wandte sich der Kaufmann der Landwirtschaft zu. Er kaufte einen alten Bauernhof in der Oosterstraat von der Familie Hesse und erwarb einiges an Land. 1836 wurde ein neues Bauernhaus errichtet, das vom ersten Knecht bezogen wurde. Die Familie Ter Haseborg selbst wohnte weiterhin in der Torenstraat. Nach dem Tod seiner Frau Heika Stheeman heiratete Jan ter Haseborg am 10. Juli 1825 Sophia Pelinck. Sie kannten sich schon seit vielen Jahren, da sie die Tochter von Pfarrer Jan Pelinck war und nur einen Steinwurf entfernt im Pfarrhaus gegenüber der Kirche wohnte. Es war eine bemerkenswerte Ehe, denn er war bereits 46 Jahre alt und hatte drei erwachsene Söhne, während Sophia erst 24 war. Sophia passte übrigens gut zu ihm. Sie war klug, selbstsicher und unternehmungslustig. Eine amüsante Anekdote aus ihren jungen Jahren handelt vom französischen Rückzug im Jahr 1813. Während dieses Rückzugs, bei dem mehrere Zivilisten von den Soldaten ausgeraubt wurden, kamen nur wenige Menschen. Nur die zwölfjährige Sophia beobachtete die fliehenden Franzosen vom oberen Fenster des Pfarrhauses aus. Plötzlich erblickte einer der jungen Offiziere sie. Er hielt sein Pferd an und grüßte sie höflich mit „Bonjour madame“. Pfarrer Jan Pelinck blieb nichts anderes übrig, als den Offizier hereinzubitten und ihm ein Glas Wein anzubieten. Später widmete sie sich verschiedenen künstlerischen Bereichen. So sind beispielsweise ein handgeschriebener Gedichtband, eine Reihe wunderschöner, mit farbiger Tinte gemalter Blumenarrangements und ein Reisebericht von einer Reise von Bremen erhalten geblieben. Der Familientradition zufolge verkaufte Jan ter Haseborg nach seiner Heirat mit Sophia Pelinck das Stoffgeschäft und das Holzunternehmen. Das Stoffgeschäft wurde von Ligtenberg übernommen, das Holzunternehmen von der Familie Crol.
Jan ter Haseborg hatte mit seiner ersten Frau drei Kinder: Albert Egges, der 1836 die Ziegelei übernahm; Herrn Menno Jan, Rechtsanwalt und Bürgermeister von Hoogezand; und Ubbo Evers, der relativ jung verstarb. Aus seiner Ehe mit Sophia Pelinck gingen folgende Kinder hervor: Jan Pelinck ter Haseborg, der jung verstarb; Henrica Gepkéa, die Herrn Johan Hesse heiratete; Gephard Pieter, der nach seiner Heirat auf dem Bauernhof in der Oosterstraat lebte; und Magrietha Mechelina, die bis zu ihrem Tod im hohen Alter im Dorf lebte.
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